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Fehler beim Fahrerwechsel führte zu Podium Verlust

Es war ein extrem heißes und aufregendes Rennwochenende am Hockenheim Ring. Jacob Erlbacher ging zusammen mit Maikel Splithoff im BMW 318ti Cup an den Start. Durch einen verpatzten Fahrer-wechsel verloren die beiden Rookies ihren zweiten Platz und mussten sich mit dem fünften Rang zu-frieden geben. Ärgerlich, aber Ende August in Assen wird ihnen das nicht noch einmal passieren.

Erlbacher und Splithoff trafen in Hockenheim das erste Mal aufeinander. Im BMW 318 ti Cup werden 12 baugleiche Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Das Los entscheidet, mit welchem Auto das jeweilige Team das Rennen fährt. So versucht man, in dieser Serie das fahrerische Können und nicht das Material über Sieg oder Niederlage entscheiden zu lassen. Elektronische Fahrassistenzsysteme wie ABS, ESP oder ESR gibt es bei diesen Autos ebenfalls nicht. Jeder Fahrfehler wird unmittelbar spür-bar und kann im schlimmsten Fall zum Ausbrechen das Fahrzeugs und verlassen der Strecke führen. Für das 1,5h Rennen wurden die zwei ein Team. Beide zwar erfahren im Kraftsport, hatten einiges zu lernen. Die Zeit war knapp, das Wetter mehr als heiß und nach zwei Trainingseinheiten zu je 25 Minuten am Freitag mussten sie die erste Entscheidung treffen. Es war nur noch ein freies Training und dann das Zeittraining zu absolvieren.

Jacob Erlbacher  - BMW318 ti Cup in Hockenheim - Racetalent Germany

Schwierig zu entscheiden, wer denn nun was fahren sollte. Man entschied sich den 17-jährigen Böblinger, Jacob Erlbacher im Zeittraining über die Startposition entscheiden zu lassen. Immer hin hatte er zumindest ein Rennen in Spa erfolgreich hinter sich gebracht. Die Konkurrenz in Hockenheim war stark, und so setzten sich die Profis der Serie an die Spitze und Erlbacher fuhr mit einer Rundenzeit von 2:16:428 Platz 5 heraus. Dafür handelte sich Erlbacher zwar von Florian Sternkopf, von Cerny Motorsport, zwar viel Anerken-nung ein, zufrieden mit seiner Leistung war Erlbacher aber trotzdem nicht.
Für Samstag war es Splithoff, der den Start fahren sollte um dann nach ca. 45 Minuten an Erlbacher abzugeben. Um 9.30 Uhr ging es bei angenehmen Temperaturen und leichtem Tröpfeln los. Da die Serie auf Semi-Slicks gefahren wird, ideale Bedingungen für gute Rundenzeiten. Mit einer Zeit von 2:14.582 und einer konstanten Fahrleistung lief das Rennen nach Wunsch. Auch der Unfall der sich in der ersten Halbzeit ereignete und für zwei Fahrzeuge das rennende bedeutete, war das Team mit der Startnummer 525 nicht verwickelt. Durch die lange Safety-Car Phase schmolz der herausgefahrene Vorsprung wieder auf ein Mindestmaß zusammen. Der Fahrerwechsel verlief scheinbar gut und Er-lbacher setzte mit konstanter und schneller Fahrleistung den Erfolgskurs fort. Eine Runde vor Ren-nende kam es erneut zu einem Unfall, in den drei Fahrzeuge von der Strecke abkamen und geborgen werden mussten. Das bedeutete ein vorzeitiges Rennende und Erlbacher fuhr als zweiter von der Strecke. Das dicke Ende kam aber, als die beide erfuhren, dass sie viel zu früh aus der Boxengasse gefahren waren und so eine mehr als satte Zeitstrafe aufgebrummt bekamen. So war es dann doch nur Platz 5. „Ärgerlich, aber das kommt schon mal vor“, so Florian Sternkopf. „Die Pace war mehr als gut und ich rechne damit, dass die beiden beim nächsten Rennen in Assen noch richtig angreifen werden“. Und da hat er sicher Recht.

Die beiden haben auf jeden Fall fest vor Ende August noch einmal gemeinsam die Reifen des BMW glühen zu lassen. „Es hat Spaß gemacht und die Schmerzen in meiner Hand, die ich mir beim letzten Kartrennen in Oppenrod zugezogen hatte, spürte ich zwar in den Pausen, aber im Rennen selbst wa-ren die Schmerzen wie weggeblasen. Ich bin zwar nicht wirklich zufrieden mit meiner Leistung und wollte noch mehr zeigen aber es lässt sich leider nicht alles, was die anderen in einer Saison fahren, in zwei Trainings aufholen. Wir haben aber die besten Chancen im nächsten Rennen abzuliefern und das haben wir vor“ so Erlbacher am Ende des Tages.

Jacob Erlbacher in Hockenheim beim BMW 318ti Cup am Start - Racetalent GermanyDas schrieb die Kreiszeitung Böblinger Bote dazu ►

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