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Aktuelles aus dem Rennsport 

Rennberichte, Zeitungsartikel und Bilder von Jacob Erlbacher.

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„PUSH“ – Wenn der Funkkontakt nicht klappt

Jacob Erlbacher ohne Funkverbindung. So fuhr der 20-jährige Böblinger im 4 Stunden Langstrecken-Rennen auf der Nordschleife einfach so schnell es ging, holte erstmals die schnellste Rennrunde der gesamten Klasse und für sein Team P2.

Am Samstag, den 26. Juni startete die Nürburgring-Langstrecken-Serie mit dem 4. Rennen der Saison 2021. Um 12 Uhr schaltetet die Ampel auf Grün und unter dem Titel „52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy“ gingen 116 Fahrzeuge ins 4 Stunden-Rennen.

Nach der Qualifikation stand der BMW 330i G20 mit der Nummer #482 von Adrenalin Motorsport mit Jacob Erlbacher, Marvin Kobus und Uwe Ebertz auf Startplatz 4.

Uwe Ebertz gelang ein perfekter Start und so konnte er zwei Plätze gut machen. Doch die Rundenzeiten über die gesamte Dauer bringen den Erfolg. Während der ersten beiden Stunden viel der BMW mit der #482 leider wieder um einige Plätze zurück. Jacob Erlbacher war diesmal für einen Doppelstint von 2 Stunden am Ende des Rennens vorgesehen. So übernahm Erlbacher den BMW auf Platz 6 liegend von Marvin Kobus.

Für Erlbachers ersten Stint hieß es spritsparend zu fahren, um 7 Runden der fast 25 km langen Rennrunde mit einem Tank zu schaffen. „Es war klar, dass ich 7 Runden im ersten Stint fahren musste, um danach keinen Splash & Dash machen zu müssen und die letzten 6 Runden richtig pushen zu können. Ich bin also rein in den Wagen und losgefahren. Dann merkte ich, dass ich keinen Funkkontakt hatte. Ich rüttelte noch an den Kabeln, aber nichts half. Ich wusste ja, was zu tun war. Also erster Stint shortshift und Sprit sparen. Auch ohne Funk war das kein Problem für mich. Ich habe mir meinen Spritverbrauch je Runde angeschaut und die Runden mitgezählt. Beim Tankstopp habe ich mir das Okay geholt in der letzten Stunde pushen zu dürfen. Somit war auch das für mich klar.“

Im Spritsparmodus fuhr Erlbacher bereits auf Platz 4 vor. Zum Ende wurde es aber im Team Adrenalin Motorsport noch einmal so richtig hektisch. Das Auto, auf Platz 3 liegend, hatte technische Probleme und es bestand somit nun die reelle Chance für Erlbacher auf Platz 2 zu kommen, um so den Doppelsieg für Adrenalin einzufahren. Das bedeutete, alles aus dem BMW #482 zu holen und noch mehr zu PUSHEN! So wurde eiligst in der Box eine Tafel mit diesem Hinweis „PUSH!“ für Erlbacher gebastelt und an der Pitwall gezeigt.

"Nachdem ich das Okay von Killian hatte im letzten Stint zu pushen, habe ich das Schild an der Pitwall bei meiner nächsten Durchfahrt gesehen. Ohne Funk wusste ich nicht, auf welcher Position ich aktuell lag, aber ich ließ daraufhin das Auto noch mehr fliegen.“ Erlbacher hatte mit der #482 einen Rückstand von ca. 90 Sekunden auf den Zweitplatzierten, der allerdings nochmals für einen kurzen Boxen-Stopp reinkommen musste. Somit galt es für Erlbacher in den verbleibenden 3 Runden noch 30 Sekunden rauszufahren. Schon in den Runden zuvor hatte Erlbacher gute Zeiten gefahren und sich näher und näher an den Vordermann rangeschoben. „Jede Runde im zweiten Stint konnte ich schnellere Zeiten bringen und mit 9:27.542 in der 23. Runde fuhr ich die schnellste Rennrunde der gesamten Klasse an diesem Tag.“ In dieser vorletzten Runde absolvierte der Zweitplatzierte seinen Pflicht-Stopp. Erlbacher passierte gerade die Boxenausfahrt, als der Konkurrent wieder zurück auf die Strecke fuhr.

Erlbacher konnte sein Tempo auch für die letzte Runde halten und fuhr mit einem satten Abstand von 13 Sekunden vor dem Drittplatzierten durchs Ziel. Hinter dem Schwesterauto mit der #481 schaffte es Erlbacher somit erstmals für Adrenalin Motorsport den Doppelsieg einzufahren. „Der Jubel im Team war groß und die Freude bei mir riesig, denn ich hatte ja ohne Funk die ganze Dramatik nicht mitbekommen. Ich habe auf jeden Fall ein weiteres Ziel erreicht. P2 für das Team, den Doppelsieg für Adrenalin Motorsport und für mich persönlich die schnellste Rennrunde in der VT2. In der Gesamtwertung aller Klassen sind wir auf Platz 49 von insgesamt 116 Teams gelistet. Auch das ist vorzeigbar. Nun freue ich mich auf den Doppelheader am 10. und 11. Juli wieder hier auf der Nordschleife.“

Splash & Dash: Das ist ein kurzer Stopp zum Ende des Rennens, wenn der Sprit nicht bis zum Rennende reicht.

Daher ist es für den Fahrer wichtig zu wissen, wie er mit dem Auto schnell und spritsparend fahren kann. Ein wesentliches Kriterium bei Langstreckenrennen. Materialschonend und spritsparend zu fahren, das beherrscht Jacob Erlbacher und zeichnet ihn aus.

Das schreibt die Kreiszeitung Böblinger Bote:

Jacob Erlbacher: Ohne Funk durch die grüne Hölle - NLS 4/2021 - Kreiszeitung Böblinger Bote

 

Das schreibt die Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung:

Jacob Erlbacher - Ohne Funkkontakt durch die grüne Hölle -  NLS4/2021 - Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung

 

 

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